Transit

Drama nach dem Roman von Anna Seghers

DEUTSCHLAND / FRANKREICH 2018 | CHRISTIAN PETZOLD | 97 MIN.

INHALT

Der deutsche Radiotechniker Georg findet in einem Pariser Hotel zufällig die Leiche des exilierten Schriftstellers Weidel, der sich das Leben genommen hat. Er nimmt ein Buchmanuskript, einen Brief Weidels an seine Frau und Ausreisepapiere der mexikanischen Botschaft mit. Damit flieht er vor den anrückenden deutschen Faschisten nach Marseille, wo er sich im Konsulat als Weidel ausgibt. Zudem teilt Georg der taubstummen Frau seines Freundes Heinz mit, dass dieser auf der Flucht gestorben ist, und freundet sich mit ihrem kleinen Sohn an. Während Georg auf die letzten Stempel für die Ausreise wartet, begegnet er mehrfach der attraktiven Marie, die sich als Weidels Frau herausstellt. Sie ist nun mit einem deutschen Kinderarzt liiert und will mit diesem nach Mexiko ausreisen. Während Marie nach ihrem Mann sucht, verliebt sich Georg in Marie, wagt aber nicht, ihr zu gestehen, dass er die Identität ihres Mannes angenommen hat.
Regisseur Christian Petzold verlegt das Geschehen ins Marseille der Gegenwart, wo die Exilanten, die Anfang der Vierzigerjahre vor dem NS-Regime fliehen, auf heutige Migrant*innen treffen. So entsteht ein faszinierender Transit- und Warteraum, der auf elegante Weise unseren Umgang mit aktuellen Flüchtlingsbewegungen hinterfragt.

THEMEN

Nationalsozialismus, Deutsche Geschichte, Migration, Flucht, Krieg, Identität, Tod/Trauer, Heimat, Literatur

UNTERRICHTSFÄCHER

Deutsch, Gemeinschaftskunde, Geschichte, Philosophie, Religion/Ethik

BEGLEITMATERIAL
WANN UND WO
Mi 18.03. | 9.00 Uhr | AtlantisENTFÄLLT!
Do 19.03. | 11.00 Uhr | AtlantisENTFÄLLT!