Der zweite Anschlag

Dokumentarfilm mit Workshop

DEUTSCHLAND 2018 | MALA REINHARDT | 62 MIN. + 120 MIN. 

INHALT

„Fragen wir uns selbst einmal, wie viele hier in diesem Raum denn die Betroffenen des NSU kennen." fragt Ibrahim Arslan. Nach rassistischen Gewalttaten in Deutschland stehen meistens die Täter*innen und nicht die Betroffenen im Interesse der Öffentlichkeit. Im Film wird versucht, diesen Missstand aufzuheben, und die Perspektive der Betroffenen in den Mittelpunkt gestellt. Osman Taşköprü erzählt von dem Mord an seinem Bruder Süleyman durch den NSU 2001. Ibrahim Arslan und Mai Phương Kollath berichten als Betroffene von den rassistischen Brandanschlägen in Mölln und Rostock-Lichtenhagen 1992. Gemeinsam mit vielen weiteren von rassistischer Gewalt Betroffenen bilden sie ein Netzwerk und kämpfen für eine lückenlose Aufklärung. 

WORKSHOP 

Extrem rechte Gewalt und rechter Terror in Deutschland haben bis heute Kontinuität und werden in der Politik und der Mehrheitsgesellschaft verharmlost. Der Workshop will mit Hilfe des Films ein Grundverständnis für die Bedingungen und Konsequenzen von rechtem Terrorismus vermitteln. Rassismus, als verbindendes Element zwischen Mehrheitsgesellschaft und rechtem Terror, bildet hierbei den roten Faden. Die Teilnehmer*innen sollen durch den Workshop ein Verständnis für die Kontinuität und Beschaffenheit von rechtem Terror in Deutschland entwickeln. 

THEMEN

Demokratie, Deutsche Geschichte, Extremismus, Familie, Gewalt, Menschenrechte, Politik, Rassismus, Tod/Trauer

UNTERRICHTSFÄCHER

Sozialkunde, Politik, Geschichte, Psychologie, Religion/Ethik, Deutsch, fächerübergreifend: Demokratieerziehung 

BEGLEITMATERIAL