Schachnovelle

Literaturverfilmung, Drama

DEUTSCHLAND 2021 | PHILIPP STÖLZL | 112 MIN.

INHALT

Auf einem Passagierdampfer nach Buenos Aires macht sich ein seltsamer Gast bemerkbar. Auf Drängen seiner Mitfahrer*innen fordert er den amtierenden Schachweltmeister zu einer Partie – und gewinnt. Wie sich herausstellt, hat der Wiener Notar Dr. Josef Bartok das Schachspiel in der Isolationshaft gelernt. Nach dem „Anschluss“ Österreichs war er in der dortigen Gestapo-Leitstelle im Hotel Métropole inhaftiert, um ihm die Kontodaten seiner vermögenden Kunden abzupressen. Ein Schachbuch, das ihm zufällig in die Hände fiel, war Bartoks einzige Ablenkung in diesen Monaten quälender Langeweile und Einsamkeit. Das Nachspielen berühmter Partien mit heimlich geschnitzten Figuren – und später im Kopf – stärkte seinen Widerstandswillen, trieb ihn aber auch fast in den Wahnsinn. Lautete sein Schicksal doch die ganze Zeit, gegen sich selbst zu spielen. Bartoks eigentümliches Verhalten auf dem Schiff lässt allerdings Zweifel aufkommen, ob er das Martyrium tatsächlich überstanden hat, oder sich geistig noch immer in seiner Zelle befindet.

THEMEN

Biographie, Folter, Geschichte, Literaturadaption, Menschenrechte/-würde, Nationalsozialismus, Widerstand

UNTERRICHTSFÄCHER

Deutsch, Ethik, Geschichte, Kunst, Politik, Sozialkunde

BEGLEITMATERIAL