Angesichts der vielen politischen und gesellschaftlichen Krisen der Gegenwart fällt es manchmal schwer, positiv in die Zukunft zu schauen. Ein Blick in die Vergangenheit kann helfen, die Gegenwart zu verstehen, Orientierung zu finden und zu diskutieren, wie wir in Zukunft leben wollen. Erinnerungskultur vermittelt uns, wie Gesellschaften mit Konflikten, Gewalt, Ausgrenzung und Repression umgegangen sind. Sie hilft uns dabei, Muster wieder zu erkennen, das eigene kritische Denken zu schärfen und zeigt Wege auf, gemeinsam für eine bessere Zukunft einzustehen. 

In Anlehnung an unsere Lehrkräfte-Fortbildung Wie Filme und Serien fürKinder über den Nationalismus erzählen haben wir ein ausgewähltes Filmprogramm zum Themenschwerpunkt Erinnerungskultur für alle Klassenstufen zusammengestellt. 

In Familiengeschichten wird die Vergangenheit durch Erzählungen, Erinnerungsorte und das Weitergeben von Erfahrungen bewahrt. So verbindet sich persönliche Identität mit gesellschaftlicher Geschichte, was die Erinnerungskultur unmittelbar erfahrbar macht. Das zeigen Die Schatzsuche im Blaumeisental (ab 2. Klasse), Zirkuskind (ab 3. Klasse) und Almanya – Willkommen in Deutschland (ab 6. Klasse). 

Erinnerungskultur bedeutet auch Spurensuche nach dem, was wirklich geschehen ist, wie in Das geheime Stockwerk (ab 5. Klasse) oder auch in der eigenen Familiengeschichte in A Real Pain (ab 9. Klasse). 

Filme, die auf den Erinnerungen von Zeitzeug*innen basieren, machen die Geschichte lebendig und das Leben in vergangenen Zeiten authentisch erfahrbar, wie Amrum (ab 9. Klasse), September 5 (ab 9. Klasse) und Die Fotografin (ab 10. Klasse) zeigen. 

Widerstand bedeutet nicht nur das Aufbegehren gegen Unterdrückung wie in Ein Tag ohne Frauen (ab 8. Klasse) oder faschistische Regierungen wie in Der Lehrer, der uns das Meer versprach (ab 9. Klasse). Sondern auch, wie Die Möllner Briefe (ab 9. Klasse) eindrucksvoll zeigt, aktiver Einsatz gegen das Vergessen.