Das war die SchulKinoWoche 2022

Die Sommerausgabe der SchulKinoWoche Bremen feiert die Rückkehr in die Kinos mit über 10.000 Besucher*innen

Nach zweijähriger pandemiebedingter Zwangspause konnte die SchulKinoWoche vom 13. bis 24. Juni 2022 endlich wieder alle Schulen des Bundeslandes zum Unterricht im Kinosaal begrüßen.

Bereits bei der Eröffnung des Filmbildungsprojekts von VISION KINO war die große Vorfreude auf allen Seiten spürbar. Im Bremerhavener CineMotion begrüßten Leopold Grün, der Geschäftsführer von VISION KINO, und der Bremer Projektleiter Matthias Wallraven (CITY 46) die Schülerinnen und Schülern und waren begeistert vom stimmungsvollen Empfang. Auch die Lehrkräfte waren froh, ihren Klassen endlich wieder ein besonderes Gemeinschaftserlebnis im Kino bieten zu können.

Rund 10.400 Schülerinnen und Schüler besuchten mit ihren Lehrkräften eine der 153 Schulvorstellungen, für die sämtliche Kinos in Bremen und Bremerhaven vormittags ihre Säle öffneten. Auf die jungen Kinogänger*innen wartete ein speziell auf den Einsatz im Unterricht abgestimmtes Filmprogramm aus 44 schulisch relevanten Filmen, das von aktuellen Animations-, Dokumentar- und Spielfilmen bis hin zu Literaturverfilmungen reichte.

Zu den beliebtesten Filmen zählten in diesem Jahr bei den Älteren „The Peanut Butter Falcon“ und „Almanya – Willkommen in Deutschland“, während bei den Jüngeren „Jim Knopf und die Wilde 13“ und „Die Olchis – Willkommen in Schmuddelfing“ die Publikumsmagnete waren. Programmhighlights waren auch die zahlreichen von Referent*innen und Expert*innen begleiteten Filmvorführungen. Einen partizipativen Ansatz verfolgte hierbei das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Filmprogramm zum „Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt!“. Als Gast konnte u.a. Dr. Bernhard Stoevesandt vom Frauenhofer-Institut für Windenergiesysteme gewonnen werden konnte, der beim Dokumentarfilm „Atomkraft Forever“ Auskunft über den aktuellen Forschungsstand gab und mit den Klassen über Risiken der Atomkraft und das Potenzial erneuerbarer Energien debattierte.

Auch beim Filmprogramm zu nachhaltiger Entwicklung unter dem Motto „17 Ziele – Kino für eine bessere Welt“ konnte das jeweilige Filmerlebnis in nachfolgenden Filmgesprächen vertieft werden. So wurden Themen wie Klimawandel mit „Checker Tobi“ ebenso verhandelt wie z.B. Geschlechtergleichheit mit „Die Unbeugsamen“. Intensiv diskutiert wurde auch bei den gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung veranstalteten Kinoseminaren zur Literaturverfilmung „Geschichten vom Franz“ und dem US-Abtreibungsdrama „Niemals Selten Manchmal Immer“ sowie im Rahmen des Sonderprogramm „60 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei“ zu den Filmen „Almanya – Willkommen in Deutschland“ und „Geschwister – Kardeşler“.

Für Vielfalt sorgten auch der Filmmusik-Workshop mit dem Bremer Filmkomponisten André Feldhaus, die Filmgespräche zur Suchtprävention in Kooperation mit dem LIS sowie ein Workshop des Bündnisses „Kein Schlussstrich Bremen“, der Kontinuität und Beschaffenheit von rechtem Terror in Deutschland beleuchtete.

Bereits im Vorfeld konnten sich Lehrkräfte im Rahmen medienpädagogischer Fortbildungen auf den Einsatz von Film im Unterricht vorbereiten und mittels dem für jeden Film bereitgestellten Begleitmaterial den Kinobesuch ihrer Klassen vertiefen.

Das SchulKinoWochen-Team bedankt sich bei allen Beteiligten und freut sich bereits auf die nächste SchulKinoWoche Bremen vom 13. – 17. März 2023.