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Grußwort von Sascha Karolin Aulepp, Senatorin für Kinder und Bildung

Liebe Lehrkräfte, liebe Kolleg:innen an den Schulen,

liebe Schüler:innen, liebe Filminteressierte,

im letzten Jahr konnte die SchulKinoWoche pandemiebedingt leider nur online stattfinden. Dennoch haben viele von Ihnen das alternative Angebot des Projekts genutzt und das Medium Film in den Unterricht integriert. Nun kehren die Filme endlich wieder an den Ort zurück, an dem sie am besten wirken: in die Kinos. Das bietet den Bremer und Bremerhavener Schulen die tolle Gelegenheit, das Klassenzimmer mit dem Kinosaal zu tauschen.

Auf die Schulen wartet während der 17. Bremer SchulKinoWoche vom 13. bis 24. Juni 2022 wieder ein umfangreiches unterrichtsbezogenes Filmprogramm aus Spielfilmen, Dokumentationen und Animationsfilmen für alle Alters- und Klassenstufen, die zu Diskussionen über gesellschaftspolitische Fragestellungen und Herausforderungen anregen. Sonderprogramme laden dazu ein, sich anlässlich von „60 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei“ unserer vielfältigen Migrationsgesellschaft bewusst zu werden und Rassismus und rechtem Terror entgegenzutreten. Das Filmangebot „17 Ziele – Kino für eine bessere Welt“ beschäftigt sich mit den 17 UN-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung und ermutigt Kinder und Jugendliche, gemeinsam Überlegungen anzustellen, wie der Weg in eine lebenswerte Zukunft für alle bewältigt werden kann. Unter dem Motto „Nachgefragt“ fordert das Filmprogramm zum Wissenschaftsjahr 2022 dazu auf, selbst aktiv zu werden und eigene Forschungsfragen zu formulieren.

Im Vorfeld der schulischen Kinozeit werden wieder Fortbildungen für Lehrkräfte angeboten, die die Möglichkeiten des Filmeinsatzes im Unterricht aufzeigen. Zusätzlich gibt es kostenloses pädagogisches Begleitmaterial mit Anregungen zur Vor- und Nachbereitung der Filme im Unterricht.

Die SchulKinoWoche 2022 wird aufgrund der Pandemie und der dadurch immer wieder anzupassenden Maßnahmen unter anderen Umständen als gewohnt stattfinden. Alle Veranstaltungen werden selbstverständlich unter Einhaltung der behördlichen Vorgaben und mit bewährten Hygiene- und Schutzkonzepten der Kinos stattfinden.

Ich möchte alle Lehrkräfte dazu ermuntern, das attraktive Angebot der SchulKinoWoche in Bremen und Bremerhaven mit ihren Lerngruppen zu nutzen. Die Kinobesuche im Rahmen der SchulKinoWoche werden als Unterrichtszeit anerkannt. Und ich wünsche allen Teilnehmenden viel Spaß! .

Mit freundlichen Grüßen

Sascha Karolin Aulepp

Senatorin für Kinder und Bildung


Grußwort von Leopold Grün, Geschäftsführer von VISION KINO

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Lehrerinnen und Lehrer,

endlich wieder Kino! Das war die einhellige, erleichterte Reaktion der Besucherinnen und Besucher, aber natürlich auch der Kinobetreiberinnen und Kinobetreiber und zahlreicher Akteure der Filmbranche auf die Eröffnung der Lichtspieltheater im Juli letzten Jahres. Für uns hieß das: endlich auch wieder Schulkino! Mit ständig wechselnden Regularien den Weg zurück ins Kino zu finden, ist gerade für Kinder und Jugendliche und all diejenigen, die für die Schülerinnen und Schüler Verantwortung tragen, besonders herausfordernd. Bei all den Digitalisierungserfahrungen heißt das aber auch: Was bedeutet für uns Kino, was hat uns gefehlt? Kino – und das hat die Zeit des Verzichts verdeutlicht - ist nicht nur die Magie der großen Leinwand. Kino ist ein Ort der Konzentration auf ein filmisches Werk, zugleich aber auch ein so wichtiger Beitrag zum diskursiven Austausch. Mit anderen Kindern und Jugendlichen das Erlebnis Film zu teilen, ist eben auch ein Schritt heraus aus den digitalen Echokammern unserer Zeit.

Was haben wir gelernt? Die Digitalisierung ist kein Feindbild. Wir können sie produktiv und sinnvoll nutzen und unterschiedliche Formate erproben: aufgezeichnete Gespräche mit Filmemacherinnen und Filmemachern, Videoimpulse durch Filmvermittlerinnen und Filmvermittler, kurze Clips zur Einführung, Gesprächsaufzeichnungen über Videoplattformen, digitale Live-Gespräche mit Experten und Expertinnen, die aufgrund von vollen Terminkalendern nicht den Weg ins Kino schaffen.

Viele Schulklassen konnten im Zusammenhang mit unseren Alternativangeboten erstmals an dem pädagogischen Programm der SchulKinoWoche teilnehmen. Einige dieser Programmformate werden wir für die Vor- und Nachbearbeitung verstärkt anbieten; und natürlich werden wir nicht blind darauf vertrauen, dass in Zukunft alles so sein wird wie vor Corona. Aber eines ist uns wichtig noch einmal zu betonen: Das Kino ist ein kultureller Ort, den alle immer wieder neu entdecken können.

Wir möchten uns bei Ihnen, liebe Lehrerinnen und Lehrer, für ihre Solidarität mit unserem Projekt, Ihren Glauben an das Kino und die Filmbildung bedanken. Viele von Ihnen haben uns in diesen schwierigen Zeiten die Treue gehalten. Sie haben an Fortbildungen teilgenommen und unsere Bemühungen um ein gelingendes Ersatzprogramm unterstützt. Ein großer Dank geht natürlich auch an die Kinos, die nach einer unvergleichlichen Durststrecke wieder an Bord sind. Und wir hoffen, dass uns allen mehr denn je deutlich wurde, dass wir uns über die SchulKinoWochen hinaus um die Zielgruppe Kinder und Jugendliche bemühen werden!

An dieser Stelle aber ebenso ein herzliches Dankeschön unseren Projektpartnerinnen und Projektpartnern und den großartigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die SchulKinoWoche mehrfach neu- und umplanen mussten. Und nicht zuletzt danken wir auch den Förderern für ihr Verständnis und ihr Bekenntnis in dieser besonderen Situation!

Ihr

Leopold Grün

Geschäftsführer der VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz